Dienstag, 11. April 2017

How to bau your own artgerechtes Meerschweinchengehege Part II [DIY]

Keine Kommentare - Kommentar hinzufügen
Einkaufen.
Der wichtigste Punkt bei einem DIY-Projekt wie diesem. Denn ohne Material geht es nicht. Meine Einkaufsliste sah aus wie folgt:
  • 6 x Ikea Lack-Tisch
  • PVC Boden ca. 170x120cm
  • Plexiglas oder Holz in 52x20-30cm
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Silikon zum Abdichten
  • 9 Verbindungsstücke (mehr schaden nicht)
  • Schrauben (ich hatte meine noch Zuhause)
Ansonsten brauchte ich: Nen Akkuschrauber. Wenn man sich das Holz für die Aussenbegrenzung nicht schon fertig zuschneiden lässt, dann auch ne Säge. Und nen Zollstock. Und nen Bleistift. Vielleicht sogar nen Helfer, aber ging auch alleine sehr gut. Und natürlich Musik. Kein Bauvorhaben ohne Musik ;)

Mein Einkauf endete mit einem schönen Reststück an PVC in 130x200cm und war perfekt. Weil ich mich kurzerhand dazu entschloss die Seiten zum Teil mit auszukleiden. Das macht es später beim Saubermachen einfacher, da sich das (unbehandelte) Holz nicht vollsaugt. Ausserdem wich ich von meinem Plexiglaswunsch ab und nahm Holz, aus Kostengründen. Denn bei Hornbach fand ich die perfekten Stücke in einer Restekiste für wirklich kleines, kleines Geld. Zwar musste ich sie selbst zusägen, das hat aber ziemlich gut geklappt, auch wenn ich danach den Muskelkater des Todes hatte...

Angefangen habe ich damit die Lack-Tische aneinanderzuschrauben. Dazu verbindet man jeden Tisch mit seinem Nachbarn, damit alles schön zusammenhängt und nicht verrutschen kann. Wichtig dabei ist, dass der Untergrund Support bietet, denn die Tische bestehen nur aus sehr einfachem Pressspan und haben eine Tendenz zum auseinanderbrechen, wenn das Gewicht zu groß wird ohne Unterstützung (Jaha, ist mir an einer Ecke passiert xD)

Im Anschluss wurden die Holzteile an die Tischbeine geschraubt. Da mein des Katers Akkuschrauber nicht die meiste Power hat, habe ich vorgebohrt, damits schneller geht, wenn die Tischbeine erstmal montiert sind. Da die Beine in den Tisch gedreht werden, das unbedingt vorher machen ;) Also vorbohren - Tischbeide auf den Tisch setzen, Holz dran - dank Vorbohren ein Klacks.



Und dann nähert man sich auch schon mit großen Schritten der Fertigstellung, denn viel ist es ab hier nicht mehr. Ich habe den PVC über nach in das Gehege gelegt, damit er sich etwas ausliegen kann.

Am nächsten Tag habe ich den PVC zugeschnitten und mit doppelseitigem Klebeband an den Seitenteilen befestigt, da er aufgrund seines Eigengewichts fest am Boden lag. Anschliessend an allen Schnittstellen und offenen Kanten mit Silikon versiegelt, damit keine Feuchtigkeit nach aussen dringen. Ich habe übrigens Sanitärsilikon benutzt, weil das definitiv keine Probleme mit Feuchtkeit hat.
Das trocknete dann zwei Tage durch.




Wie man sieht, weder zu aufwändig, noch besonders dreckig. Und sogar mit schwach ausgeprägtem handwerklichem Geschick durchführbar.
Ich hatte zumindest viel Spaß dabei mich diesmal ganz allein daran zu versuchen ein neues Gehege zu bauen und mit dem Endergebnis bin ich ziemlich, ziemlich zufrieden. Die Schweinchen, so glaube ich, auch. Wenns auch noch etwas ungewohnt für sie ist :)


Gesamtkosten lagen bei ungefähr 75 Euro, da ich Schrauben noch Zuhause hatte und mich auf Restpostenstücke gestürzt habe. Würde man statt des Holzes Plexiglas wählen, müsste man bei der Größe mit zusätzlichen 40 Euro allein für das Plexi rechnen, beim günstigsten Händler im Netz.



Freitag, 31. März 2017

How to bau your own artgerechtes Meerschweinchenheim Part I [DIY]

Keine Kommentare - Kommentar hinzufügen
Ich bin Meerschweinchenhalterin.
Schon seit 23 Jahren. Mein erstes Schweinchen bekam ich, wie die allermeisten Kinder, zum Geburtstag geschenkt. Er hieß Bobby. Und auch in den folgenden Jahren war ich nie wieder schweinchenlos.

Was viele allerdings nicht wissen ist, dass Meerschweinchen (und nahezu alle anderen Kleintiere auch) und Käfighaltung gar nicht so gut zusammenpassen. Die Käfige, die man im Handel zu kaufen bekommt, sind eigentlich grundsätzlich viel zu klein, denn auch wenn es inzwischen die 140cm und aufwärts-Größen gibt, wird im Zoofachgeschäft der Wahl die typische Kinderzimmergröße von 100-120cm angepiesen. Mit einer Breite von maximal 60cm. Erscheint groß? Nicht wirklich.
Meerschweinchen sind ziemlich bewegungsfreudige kleine Wesen und rennen gerne. Um diesem  Laufbedürfnis wirklich gerecht zu werden sind mindestens 140 Zentimeter gerade Fläche - ohne Häuschen, Napf und Gedöhns im Weg - ein Muss.
Man sagt, pro Tier (Weibchen und Kastraten) sollten ungefähr 0,5qm Fläche zur Verfügung stehen, besser aber mehr. Bei Böcken (unkastrierte Männchen) ist mindestens 1qm Pflicht. Und weil man Meerschweinchen nicht alleine hält, sondern mindestens zu zweit, braucht man auch mehr Platz. Rechnet man jetzt mal ganz stumpf 0,5qm + 0,5qm kommt man auf 1qm. Also zwei Weibchen, zwei Kastraten oder ein Weibchen und ein Kastrat. Rechnet man jetzt mal die Fläche von so einem 120cm-Käfig aus, landet man bei 0,72qm. Da fehlt also ein ganzes Stück. Und wenn man jetzt noch abrechnet, was Häuschen und Kram so an Platz wegnehmen ist das ungefähr so, als stopft man sich selbst in eine Sardinenbüchse auf Lebenszeit.
Das nur so als kleine Einführung um eine ungefähre Idee zu bekommen. Grundsätzlich gilt aber: Je mehr Platz, desto besser.

Ich hab übrigens auch jahrelang im Käfig gehalten, weil ich es nicht besser wusste und man früher dem Menschen im Zoogeschäft noch jedes Wort geglaubt hat. Muss ja Ahnung haben, wenn er da arbeitet. Von wegen. Jemanden dafür aber anzuscheißen es nicht besser zu wissen, find ich nicht okay. Ich finde jedoch, jeder kann sich vorher gut informieren oder eben auch wenns soweit ist und man wird ja gerade in der jetzigen Zeit sehr schnell fündig, denn das Internet ist groß und full of information.
Ich halte jetzt seit 10 Jahren im Eigenbau. Meinen ersten Eigenbau (140x90cm für zwei Schweine) habe ich gebraucht über Ebay ersteigert und er war ein wirklich schönes Stück. Kurz darauf habe ich zusammen mit einer Freundin den ersten Selbstbauversuch unternommen und das hat recht gut geklappt, auch wenn es über eine Woche dauerte und das Ding am Ende gut 50 Kilo wog (Ihr Papa hatte halt doch dickes Sperrholz in der Garage, dass wir nutzen konnten.), hielt es immerhin ein paar Jahre, bevor ich es bei meinem letzten Umzug nicht mit umziehen ließ. Aus Bequemlichkeit wollte ich von den massiven, unbeweglichen Eigenbauten dann zu Bodengehegen wechseln (150x100cm für zwei Schweine). Was ich tat. Man nehme viele kleine, dünne MDF-Platten, klebe sie mit Panzerband zusammen, Teichfolie drunter, Streu drauf - fertig ist das Klappgehege. Sehr mobil, aber nichts für auf Dauer.
Danach folgten dann feste Bodengehege aus dicken Holzplatten als Rahmen und Teichfolie als Auskleidung (150x100cm für zwei Schweine). War gut und zweckmäßig, aber ging auf den Rücken. Also baute ich vor zwei Jahren was neues, nämlich ein wirklich festes Gehege mit Bodenplatte, platziert auf Lacktischen von Ikea. 220x70cm für zwei, bzw. drei Tiere, ich hatte nämlich zwei Gruppen. Ursprünglich sollten es 220x80cm werden,  aber ich hab mich dummerweise vermessen ^^' Inzwischen habe ich nur noch eine Gruppe von drei Schweinchen, denn manchmal ist die natürliche Auslese ziemlich erbarmungslos. Und nun möchte ich wieder neu bauen, weil mir das alte Gehege einfach zu schmal ist. Die Länge ist okay, fast etwas zuviel für meine Bande, doch das ist auch von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich, alle sind unterschiedlich agil. Aber die Breite stört mich schon länger und deswegen entschied ich mich neu zu bauen.
Aber ist das nicht voll teuer, aufwändig und zeitintensiv? Joa... Je nach dem, was man vorhat, ja, ja, ja. Je mehr Schweine man hat oder haben will, desto größer muss es sein, desto mehr Denkarbeit muss man leisten, wobei einem das dank reicher Informationsquelle namens Google auch weitesgehend abgenommen werden kann. Es geht aber auch budgetfriendly und nicht allzu handwerklich aufwändig. Wie? Das mag ich in dieser kleinen Miniserie zeigen.

Projekt how to bau your own artgerechtes Meerschweinchenheim.

Für wen baue ich das neue Stück eigentlich?
Für Episkey (Kastrat, 5,5 Jahre alt), Amy (Weibchen, 5 Jahre alt) und Schoki (Weibchen, 3,5 Jahre alt).
Und sollte es mich packen, dann kommt vielleicht noch ein Mädchen mit dazu, wenn der Bau fertig ist.

Und wie baue ich den Eigenbau?
Nun, meine Entscheidung fiel dieses Mal auf Lacktische von Ikea. Umgedreht, so dass die Beinchen nach oben zeigen. Zusammengeschraubt, ausgelegt mit PVC, abgedichtet mit Silikon und als Begrenzung dünne Holzplatten. Ursprünglich war Plexiglas angedacht, allerdings war mir das schlicht und ergreifend zu teuer. Ich bin immerhin nicht Krösus. Klingt einfach? Ist es hoffentlich auch. Wir werden sehen :D



Montag, 20. März 2017

Eine Woche im Irrenhaus - Deutschland 2017

Kommentare - Kommentar hinzufügen
Allmählich muss ich mir diesen Wahnsinn irgendwo von der Seele schreiben. Geht es euch nicht langsam auch so?
Nicht nur, dass die Welt politisch und wirtschaftlich mehr und mehr am Rad zu drehen scheint, auch wenn man diese beiden großen Felder außer Acht lässt und sich nur auf Deutschland konzentriert, fragt man sich, was eigentlich los ist.

Letzte Woche der Doppelmord in Herne war etwas, das einen ziemlich fassungslos zurückgelassen hat. Doch auf die Horrormeldung am Montag folgten die ganze Woche über immer weitere, nicht unähnliche Meldungen.
Axtangriff in Düsseldorf, Machetenangriff in Düsseldorf, zu guter Letzt Terrorwarnung in Essen und und und.
Man hat das Gefühl, der nahende Frühling bekommt einigen nicht und ganz Deutschland dreht durch.

Meine Hoffnung war, dass es diese Woche unmöglich so weiter gehen könnte. Aber 2017 bemüht sich redlich, dem berüchtigten Jahr 2016 ein würdiger Nachfolger zu werden.

Fassen wir den Wahnsinn der Woche doch einmal zusammen. Wie gesagt... keine Politik, keine Wirtschaft, keine Flüchtlingskrise etc. Der Stand der Dinge immer vom jeweiligen Tag. Das heißt, zum Zeitpunkt der Postveröffentlichung können in einigen Fällen bereits mehr Informationen öffentlich sein:

Montag:


Eine 15-Jährige wurde am Sonntagnachmittag in Düsseldorf in einer stillgelegten Papierfabrik ermordet aufgefunden. Ihr 16-jähriger Freund wird wenig später am Tatort festgenommen und hat die Tat inzwischen gestanden.

In Gütersloh hat ein Mann zwei Bedienstete der Kreisverwaltung mit einem Messer attackiert.

Eine Messerattacke auf vier Passanten in Rheinland-Pfalz am Sonntagabend.

Aufgrund einer Bombendrohung blieb der Kaufhof/Saturn in Gelsenkirchen am Morgen vorerst geschlossen.

In Ibbenbüren wurde am Wochenende ein älterer Mann an einer Tankstelle von einem der Beteiligten überfahren, nachdem er versucht hatte, einen Streit zwischen jüngeren Männern zu schlichten.

Dienstag:


Ein 19-Jähriger attackierte in einem Zug andere Passagiere. Eine Frau wurde niedergeschlagen, eine zweite Frau gebissen. Die anschließende Festnahme verlief auch nicht friedlich.

Auf offener Straße wurde in Düren ein junger Mann lebensgefährlich verletzt. Ein Unbekannter hat mit einem Samurai-Schwert auf ihn eingestochen.

In Essen wurde am Montagabend ein Jogger niedergestochen, als er einer Frau zu Hilfe eilte, die von zwei Angreifern bedrängt wurde.

Mittwoch:


In Weimar wurde ein 18-Jähriger vermutlich auf offener Straße aus bisher unbekannten Gründen am Dienstagabend getötet. Der Täter stellte sich.

In Kiel wurde am Morgen eine Frau ebenfalls auf offener Straße getötet. Ihr 40-jähriger in Trennung lebender Ehemann wurde unweit des Tatorts festgenommen.

Donnerstag:


Am Mittwochabend haben sieben Unbekannte (vermutlich Hooligans) in Rostock drei Syrer angegriffen.

Eine Sparkasse in Duisburg wurde am Morgen überfallen. Der Polizeieinsatz konnte unblutig beendet werden. Eine gefesselte Geisel wurde befreit und zwei Tatverdächtige festgenommen.

Im Ruhrgebiet kurvte am Mittwoch ein Mann mit seinem Fahrrad auf der A52 herum. Sein Sozius/Beifahrer, ein Plüschpanther. Beide waren maskiert. Als der Mann von der Polizei angehalten wurde, floh er zu Fuß über ein Feld und richtete wenig später einen Gegenstand aus seiner Tasche auf die Polizisten. Da diese eine Waffe befürchteten, gaben sie einen Schuss auf den Mann ab und verletzten ihn - jedoch nicht lebensgefährlich. (Also immerhin eine irre Aktion, bei der man mal schmunzeln konnte)

In Bremen mussten zwei Mitarbeiterinnen einer Flüchtlingsunterkunft ins Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem sie von einem jugendlichen Bewohner des Heims einen Kuchen mit Cannabis bekommen hatten. Eine der beiden Frauen schwebt in Lebensgefahr.

Freitag:


Am Donnerstagabend überrollte ein 42-Jähriger in Augsburg nach einem Streit seine auf einem Gehweg laufende Ex-Freundin bei dem Versuch, ihr mit dem Auto den Weg abzuschneiden. Beide waren stark alkoholisiert und die Frau musste am Bein notoperiert werden.

In Fürnbach hat in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ein Mann seine Freundin in der gemeinsamen Wohnung erstochen.

Samstag:


Am Freitagabend brach in einer Wohnung in Berlin ein Feuer aus. Die Feuerwehr fand in der Wohnung die Leiche einer Frau. Wie inzwischen bekannt ist, starb die Frau nicht durch das Feuer, sondern wurde zuvor erstochen. Man geht bei dem Brand daher von einer Verdeckungstat aus.

Sonntag:


In Hildburghausen hat am Samstagabend ein Mann seine Lebensgefährtin in der gemeinsamen Wohnung mit einem Messer lebensgefährlich verletzt.


Es scheint, als wäre es zum Wochenende ruhiger geworden. Das kann aber auch täuschen, da ich am Wochenende nur sehr wenig Gelegenheit hatte, die Nachrichten zu verfolgen. Aber auch von Freitag bis Sonntag gab es jeden Tag mindestens eine schockierende Nachricht, wie man sie gefühlt bis vor Kurzem höchstens zwei oder drei Mal im Monat gelesen hat.

Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber ich habe langsam den Eindruck, es wird immer schlimmer. War doch früher nicht so, oder? Und derartige Taten sind nun auch nicht so unbedeutend, dass sie früher einfach nur nicht in den Nachrichten gelandet wären oder allenfalls im Lokalteil der betroffenen Region. Es geht hier immerhin um wirkliche Gewalttaten bis hin zu Morden.








Freitag, 10. Februar 2017

Das Papierschiffchen

Keine Kommentare - Kommentar hinzufügen

Freitag, 3. Februar 2017

10 Years a Slave *hust*

Kommentare - Kommentar hinzufügen
Zugegeben, der Titel ist böse, ziemlich böse. Aber gerade deshalb passt er irgendwie zu unserer Beziehung. Denn heute sind Herr Pingu und ich zehn Jahre zusammen. ;)

Bevor ihr aber fragt, wie so ein Titel denn zu einer Beziehung passen kann, ob wir ständig gemein zueinander sind oder warum wir überhaupt zusammen sind, wenn ich es schon mit Sklaverei vergleiche... Nein, keine Sorge, das hat alles mit solchen Dingen gar nichts zu tun. Wir sind lieb zueinander und zoffen uns erstaunlich selten für eine so lange Beziehung. Aber wir können gemeinsam äußerst sarkastisch sein und haben auch ansonsten eine Art miteinander umzugehen, die nicht jeder versteht und die für manche fies aussehen könnte, es aber nicht ist. Wir haben eben beide eine ziemlich scharfe Zunge und sagen gerne mal gerade heraus, was wir denken, manchmal auch sehr bissig.

Jetzt könnte man sich noch fragen, wer hier wen versklavt hat, aber das lasse ich einfach mal offen.

Stattdessen belästige ich euch heute lieber mit unserer eigenen kleinen "How I Met Your Mother"-Geschichte, nur ohne Kinder. Und genau wie Ted muss auch ich dafür ein wenig ausholen und weit in die Vergangenheit zurück gehen. Denn ich kenne Herr Pingu schon mein halbes Leben.